Donnerstag, 29. Januar 2026

🧦 Nadelhexen-Kalender - Januar 🧦

Ich habe für meine Strickfreundinnen, die "Nadelhexen", als Weihnachtsgeschenk einen Tischkalender mit 12 verschiedenen Sockenmustern, jeweils mit Bezug zum entsprechenden Monat, als kleine Mappe zusammengestellt und daraus habe ich jetzt natürlich das erste Muster, die "Januarsocken" von Claudia Tietze, gestrickt. Die anderen Damen wollen, so wie es die Zeit zulässt, ebenfalls Monatsweise die Muster nachstricken - so haben wir bei jedem Stricktreff etwas zum Anschauen. Jeder strickt ja andere Farben und es ist erstaunlich, wie unterschiedlich die Muster dann immer wirken.

Damit mir bei diesem Paar die Maschenzahl von 60 Maschen, wie sie hier für Größe 39 angegeben ist, auch passt (ich habe Größe 44 und dicke Füße), habe ich das Ganze einfach mit 6fach-Sockengarn Lana Grossa Meilenweit Merino 6-fach Special
in Farbe 9305 - hellblau meliert - und Nadelstärke 2,75mm gestrickt. So passen sie für mich genau.

Ein großer Vorteil davon ist, dass es deutlich schneller geht. Den ersten Socken hatte ich nach 2 Schneetagen fertig. Beim zweiten dauerte es etwas länger, weil ich zwischendurch 3 andere Paare angeschlagen und weitergestrickt habe. 


Die weiteren Monate werden (hoffentlich) folgen.

Sonntag, 25. Januar 2026

Vorsatz 2025: Es geht an die Reste - Partnersocken aus den Tuchresten


Zugegeben, so richtige Resteverwertung ist das eigentlich nicht, da ich von den 4 gekauften Knäulen noch 1,9 Knäule übrig hatte. Aber es ist eben doch der Rest...

Jetzt zum eigentlichen Projekt, bzw. den Projekten.

Das "Ur-Projekt" war ja der lilafarbene Lille Kolding für meine Tochter. Da sie eben auf Lila steht, habe ich sie gefragt, ob ich ihr von der übrigen Wolle noch Handschuhe oder Socken machen soll. Handschuhe wollte sie eher nicht, lieber Socken.

Außerdem wollte ich gerne für ihren Lebensgefährten Socken machen. Dieser konnte sich aber so gar nicht für eine Farbe entscheiden, so hat meine Tochter entschieden, dass es Partnersocken in Lila geben soll. Er wird die Socken eh nur zu Hause oder mal im Urlaub tragen.

Somit habe ich aus den 1,9 Rest-Knäulen ein Paar Socken in Größe 45 und ein Paar in Größe 41 gestrickt.

Für das große Paar habe ich dann beim 2. Socken das Garn soweit abgewickelt, dass am Fuß ebenfalls dieser sehr helle Abschnitt auftauchen würde - ich habe mich aber um ein paar cm verguckt, das stört den jungen Mann aber nicht. Als Muster habe ich hier die "Hedgeros Socks" von Jane Cochran ausgesucht. Die Wolle schluckt ziemlich viel Muster, da war dieses einfache re-li-Muster ausreichend. Der Schaft bleibt elastisch und weitet sich nicht zu sehr. 

Beim 2. Paar Socken blieb dann genug lila, ohne hellen Streifen, übrig, und sie sehen ebenfalls annähernd gleich aus. Auch hier brauchte es natürlich kein allzu aufwändiges Muster, was man dann eh nicht sieht. Also wurde es eines der Februar-Muster aus dem Buch "Woolly Hugs Mustersocken stricken" von Veronika Hug, besonders passend, da die Trägerin, meine Tochter, im Februar Geburtstag hat. Auch hier ist es nur ein schlichtes re-li-Muster, welches am Ende die Illusion von Zöpfen ergibt, ohne zu Zopfen. 

Ein sehr fernseh- und Stricktreff-taugliches Muster.  Diese Socken habe ich überwiegend im Weihnachtsurlaub und bei Stricktreffen gestrickt, daher haben sie bis ins Jahr 2026 gebraucht, um fertig zu werden. Macht aber nichts. 

Freitag, 16. Januar 2026

Resteverwertung der feinen Art: Andromedanebel




Vom Lille Kolding aus der Gomitolo Sole waren ja noch über 140 g Garn übrig. Zu schade, um es liegenzulassen.

Meiner Mutter gefiel die Farbe und das Garn sehr gut, allerdings mag sie keine allzu großen Tücher. Einen Mini-Lille-Kolding wollte ich aber auch nicht stricken.

Beim Stöbern auf ravelry fand ich dann den "Andromedanebel" von Anniyas Verstricktes.

Dieser schien wie gemacht für das Garn.

Einmal angeschlagen habe ich festgestellt, dass die Anleitung dem Kolding doch ähnelt und das gefiel mir gut. Die Form würde allerdings eher einem Schal ähneln. Genau das mag meine Mutter, denn sie trägt sie eher locker um den Hals und da würde eine lange Dreiecks-Spitze stören.


So habe ich dann bis genau zur Hälfte des Garns die Zunahmen gestrickt und dann nach Anleitung auch die gegengleichen Abnahmen. Ich konnte mir erst nicht vorstellen, dass diese den Zunahmen mit ihrem kleinen Loch ähneln. Aber es war so und gefällt mir final wirklich gut. Gespannt kommt das Muster in diesem nur 146g leichten Schal sehr gut zur Geltung. Zum Fotografieren musste auf Grund des nassen Wetters die überdachte Terrasse mit ihren Pflanzen und Deko-Teilen bei meiner Mutter herhalten.

Und wieder ungeplant eingeschoben.... und dann gleich doppelt

Da kam eine meiner Strickfreundinnen eines Tages, und fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, mit ihr zusammen den "Lille Kolding" von Chris Berlin zu stricken. Naja, kurz überlegt ... und JAAA, ich hatte Lust. Den original Kolding fand ich ja damals auch schon schön, aber er war mir einfach zu gross und hatte für mich nicht die richtige Form. Diese kleine Version sprach mich aber sofort an.



Und kaum hatte ich mir die Anleitung gekauft und durch die Projekte anderer Strickerinnen gestöbert, war mir auch klar, welches Garn ich nehme.... nein, welche Garne ich nehmen könnte.... ich konnte mich dann gar nicht entscheiden, ob ich Gedifra Lana Mia in Farbe 954 (lila) oder Gimitolo Sole in Farbe 912 (hell-petrol) nehmen soll. 

Was war die Lösung? Beide Farben anschlagen und loslegen. Für die Lila Variante hat sich dann auch schnell meine Tochter begeistert, Petrol sollte in jedem Fall für mich sein, und so ging es flott parallel voran.

Beide Modelle habe ich ziemlich groß gemacht, wie es in der Anleitung als Beispiel auch beschrieben wird. 

Relativ schnell wuchsen beide Koldings vor sich hin.

Beim bunten Schaf hing gefühlt an jedem 3. Stand und auch um etliche Schultern mindestens 1 Modell aus diversen Garnen und Mischungen. 

 
Die Ergebnisse sind auf Grund der völlig unterschiedlichen Garnstruktur aus sehr unterschiedlich.



Das erste Modell in Lila ist gestrickt mit 3,5 mm Nadeln aus Gedifra Lana Mia One 4 Two. Eigentlich eine Sockenwolle, aber kuschelig weich und als Patent verstrickt gefühlt sehr flauschig. 


Das Tuch habe ich in Teil 1 bis auf 55 Maschen breit gestrickt. Dadurch ergibt sich eine finale Größe von etwa 230 cm Breite und 60 cm Tiefe. Zum Fototermin durfte es eine Statue in Leverkusen, nahe eines stillgelegten Bahnhofes an einem leider trockenen Springbrunnen verzieren.





Verbraucht habe ich etwa 230 g. 



Da ich aber über 400 g davon hatte, werden noch 2 Paar Socken daraus entstehen - als Partnersocken für die Tochter und den Freund. Dazu bin ich aber noch auf Mustersuche, denn besonders gut kommen Sockenmuster bei dem Garn nicht heraus.
  




Modell 2 ist für mich, gestrickt ebenfalls mit 3,5 mm Nadeln aus der Gomitolo Sole. Hier wirkt das Tuch ganz anders, eher luftig sommerlich, was nur durch das Garn kommt. Teils beinhaltet es glänzende Abschnitte, teils matte Stellen, auch die Garndicke variiert ein wenig. Trotzdem ist es ziemlich warm und auch groß genug, um es schön um den Hals zu schmiegen. 
Auf den Spannmatten sah es jedenfalls schon ziemlich gut aus.

Hier habe ich etwa 254 g verbraucht. Somit kann ich von dem Rest (etwa 146 g) noch ein weiteres, kleineres Tuch stricken. Dies wird dann der Andromedanebel für meine Mutter sein. Davon berichte ich in einem separaten Post. 

Momentan ist allerdings das Wetter und das Licht draußen so schlecht, dass ich kaum eine Chance habe, das Tuch irgendwo schön in Szene zu setzen. Und wenn mal die Sonne schein, sitze ich im Büro.
Also habe ich es auf meinem Sofa fotografiert und auch mit der Photoroom-App bearbeitet.
Vielleicht ergibt sich im Frühling nochmal eine Gelegenheit und Location, um es abzulichten. Dann werde ich die Fotos hier noch einfügen.