Ein regnerischer Sonntag im September, was bietet sich da mehr an, als zu einem Woll-Fest zu fahren? So hab ich auch gedacht, und bin dort gegen 11:15 Uhr angekommen..... und musste mich direkt wundern. Die ersten Besucher kamen mir bereits wieder entgegen. Und es war erst seit 11 Uhr geöffnet ... ich höre noch die Frau zu ihrem Mann sagen "So schnell war ich noch nie durch..."
Naja, ich habe mir zuerst nichts dabei gedacht und meine 8 Euro Eintritt bezahlt. Innen erwartete mich eine extrem vollgestellte Turnhalle mit wenig Platz zwischen den Gängen, in denen sich die Besucher drängelten. Es waren gar nicht so viele Besucher dort, aber an einigen Ständen war sichtbar mehr los, an anderen so gut wie gar nichts.
Die Liste der Aussteller hatte im Vorfeld nicht die größte Begeisterung bei mir ausgelöst, aber es waren einige Namen dabei, die ich noch nicht kannte und so hatte ich doch Hoffnung, es würde nett werden und ich neue Woll-Lieferanten finden würde.
Leider wurde ich enttäuscht. An vielen Ständen wurden einfache Industriegarne angeboten, die ich im Laden kaufen kann. Die wenigen Handfärberinnen gingen fast unter. Ausserdem gab es Stände mit Stoffen und Nähzubehör, was ich dort als unpassend empfand.
Besonders nachteilig fand ich, dass es innen keine einzige Sitzgelegenheit gab, nur draußen, im Durchzug. Dazu war es an diesem Sonntag wirklich zu frisch. Das Kaffee-Trinken habe ich mir gespart. Auch die Hoffnung, beim Kaffee und Stricken mit anderen Strickerinnen in Kontakt zu kommen, fiel somit aus.
Der erste Stand, direkt am Eingang, war von der mir sehr gut bekannten Elisabeth Heuser von Lizzys Handmade. Bei ihr habe ich bisher fast immer was gefunden und gekauft - und natürlich auch dieses Mal. Ich habe einen tollen Austausch mit den beiden Damen von Eifelvielfalt gehabt und dort das Garn für das Plot-Twist-Tuch gefunden, das einzige Projekt, welches ich auf meiner "Einkaufsliste" hatte. Hier habe ich mich für 5 Farben Kremke Edelweiss Alpaka und dazu als Kontrast Baby Merino von Rico entschieden. Auch das ist zwar Industriegarn, aber beides Sorten, die es in mir bekannten Wollgeschäften nicht so häufig gibt, wie Opal, Ferner und Katia.
Bobbel-Anbieter:
Sehr gut vertreten und auch gut in Szene gesetzt waren die Bobbel-Wicklerinnen - direkt im Foyerbereich standen 2 große Stände, wenige weitere, deutlich kleinere Händler in der Halle selber. Allerdings arbeite ich selber nicht mehr gerne mit Bobbeln, die nicht verzwirnt sind, da man so höllisch aufpassen muss, beim Stricken immer alle Fäden zu erwischen.
Die Auswahl an Farbverläufen und dazu passenden Mustertüchern an den beiden großen Ständen war allerdings wirklich toll. Die meisten waren aber gehäkelt. Das ist nicht so ganz meine Leidenschaft und ich kann es auch nicht wirklich gut.
Dort gabs auch diese Garnschalen für 60 Euro aus dem 3D-Drucker - naja, wer es mag.... mein Hexenkessel, den ich zum Geburtstag gemacht bekam, gefällt mir besser. Aber das ist ja Geschmacksache.
Es gab einen sehr kleinen Stand mit "Wolle von ungeliebten Schafen", Westfalenwolle. Hier gab es überwiegend ungefärbte Naturgarne. Sehr interessantes Konzept, nur nicht für jeden so einfach tragbar auf der Haut.
Weitere Stände z.B. von Wolloholiker oder auch Atelier Marie Lucienne mit ihren wunderschönen Holz-Accessoires und Strickhelferlein waren noch in der Halle zu finden.
Ich habe nicht so viele Fotos gemacht, da ich keine besonders große Begeisterung zum Fotografieren entwickelt habe.
War noch jemand dort und hatte einen ähnlichen, oder auch ganz anderen Eindruck? Schreibt es mir gerne in einen Kommentar!
























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