Jutta's Sammelsurium
Stricken, Sticken, manchmal häkeln, aber immer mit Spaß - das steht auf meinem Blog im Mittelpunkt. Ich teste sehr gerne unveröffentlichte Anleitungen, in deutsch oder englisch. Außerdem freue ich mich über jede positive Reaktion auf mein liebstes Hobby!
Freitag, 22. Mai 2026
Einfach wilde Stinos - Mindless-Knitting während der Wahl
Wie so oft, habe ich auch in diesem Jahr wieder bei Wahlen in meiner Firma als Wahlhelferin geholfen. Dieses Mal ging es um 3 Tage Betriebsratswahl. Da sich das manchmal ganz schön in die Länge ziehen kann, täglich 8 Stunden in einem Wahllokal zu sitzen und auf Wähler zu warten, habe ich mir ein "nicht-Nachdenken"-Projekt mitgenommen. Danach habe ich sie dann noch in den Spanien/Frankreich-Urlaub mitgenommen, denn auch dort hatte ich abends keine Lust auf schwierige Muster, und das braucht diese Wolle ja auch definitiv nicht!Dafür habe ich einen Strang handgefärbter Wolle von Danielas Wolltopf, Farbe Türkis-Bunt, gewickelt und schlichte Stinos angestrickt. Um den wildernden Effekt richtig rauszubringen, habe ich 4 Nadeln in 2.25mm und eine Nadel in 2,5mm genommen. Damit klappte das wildern ziemlich gut. Beim 2. Socken musste ich allerdings die Ferse entsprechend versetzen, damit das Wilde einmal rechts außen und einmal links außen zu sehen ist. Gestrickt habe ich sie in Größe 43, und auch dieses Paar bleibt bei mir.
Montag, 23. März 2026
H&H 2026 - spontaner Besuch
Also wurde noch schnell morgens ein Ticket gekauft, damit kann ich auch die Bahn dorthin nutzen und auf ging es. Aber ehrlich: 28 Euro Eintritt, dafür dass man dort eigentlich als Händler noch Geld lassen soll, ist schon heftig. Kann aber sein, dass die Woll-Geschäfte-Inhaber natürlich Karten von ihren Lieferanten günstiger beziehen können, das weiß ich nicht. Ich hab schon geschluckt bei dem Preis. Ich selber kann ja da nichts kaufen, sondern nur Gespräche führen, Kontakte knüpfen und viel sehen, mich inspirieren lassen und mit vielen neuen Eindrücken nach Hause fahren.
Auch dieses Mal waren natürlich viele namhafte Wollhersteller vor Ort. Diese waren auch meist gut besucht und es wurden sichtbar fleißig Geschäfte getätigt. Kleinere, unbekanntere, auch viele ausländische Hersteller mit durchaus ansprechenden Ständen waren deutlich weniger belagert, auch wenn es sich sicher gelohnt hätte. Aber da ich keine Geschäftsfrau bin, kann ich das natürlich nicht wirklich gut beurteilen.
Ich habe mich darauf beschränkt, mir die schönen Modelle an den Ständen anzusehen, und wo es möglich war, auch Infos mitzunehmen. Ab und an gab es kleine Geschenke in Form von Anleitungen, Stoffbeuteln, Stiften oder ähnlichem.
Natürlich habe ich mir auch die Fashionshow der Initiative Handarbeit angesehen. Hier wurden viele Modelle von Lana Grossa, Lang, Wool Addicts, Gründl, Rico und Katia gezeigt. Wie immer sehr sehenswert. Die Modelle hingen natürlich auch an den Ständen, aber live sehen sie doch immer noch schöner aus. Die Models haben alles jedenfalls sehr schön lebendig präsentiert.
Außerdem konnte ich interessante Initiativen kennenlernen, in deren Arbeit ich mich noch weiter einlesen werde. Zum Einen war das "Space Lama", die das Motto "Stricken gegen Gewalt" vorgestellt haben. Dort engagiert man sich für den Schutz von Frauen und Kindern u.a. vor sexuellen Übergriffen. Toller Einsatz und wie gesagt, ich werde mich da mal einlesen.
Zum zweiten "Knitagain - Stricken mit Einschränkungen", auch da werde ich mich einlesen, da dort eine Community entstanden ist, an der man teilhaben kann. Dazu gibts auch noch die Platform "Patterny" mit vielen Anleitungen zum Stricken und Häkeln. Sie befindet sich aber noch im Aufbau.
Alles in allem hatte ich aber das Gefühl, dass es weniger Aussteller sind als noch einige Jahre zuvor, da gab es meine ich, noch 3 Etagen der Halle mit Ausstellern. Dieses Mal gan es "nur" 2 Etagen. Früher waren auch die Aktions-Bühne und die Creativ-Zone nicht mitten in der Halle, sondern in den Flurbereichen davor, das ist aber schon viele Jahre her. Somit kann das also aber auch täuschen. Zugegeben, habe ich viele Stände auch weniger beachtet - ich konzentriere mich eben hauptsächlich auf alles, was mit Wolle, Stricken und auch Kreuzstich zu tun hat, weniger auf die vielen tollen Aussteller, die wunderschöne Stoffe verkaufen, oder auch Nähmaschinen, die schon technische Wunderwerke sind. Davon habe ich leider so gar keine Ahnung und werde das Nähen auch nicht mehr lernen.
Um hier nicht endlos viele Bilder einzubauen, habe ich 2 Diashows erstellt.
Samstag, 21. März 2026
🧦 Nadelhexen-Kalender - März 🧦
Ich habe hier, da ich bei Colourwork immer Angst habe, sie könnten zu eng werden, 70 Maschen angeschlagen und das Muster entsprechend häufig in der Runde gestrickt - nämlich 14 Mal. Aber so bekomme auch ich sie über meine Ferse. Auch die geringe Schaftlänge war absichtlich so gewählt, da ich das dann einfacher anzuziehen finde.
Das Muster ist das "Crocus - an easter egg" von Kamilla. Auf Grund des kleinen Rapportes über nur 5 Maschen läßt es sich sehr gut auf alle Größen anpassen.
Verwendet habe ich als Basisfarbe die Vielseitige von Ferner in Anthrazit, dazu pro Streifen etwa 2 g in diversen Farben von Resten von Gründl Four Seasons Hot Socks Faschion (limette), Gründl Four Seasons (hellgrau), Gründl Hot Socks uni (weiß), Regia Summerpoint (pink), Vendita (rosa und türkis), Vielseitige von Ferner (gelb).
Insgesamt wiegen diese Socken etwa 78 Gramm, gestrickt sind sie mit 2,25mm Nadeln.
Sonntag, 1. März 2026
Das "Opfer der Augen"- Tuch mit Springwolle....
Also habe ich nicht lange überlegt und mir 6x50 g davon mitgenommen. Es ist zwar auch ein reines Acryl-Garn, aber der Flausch und die weißen Bouclé-Stippen wirkten so schön und frisch, dass ich nicht anders konnte.
Jetzt ging aber die Suche nach einer passenden Anleitung los. Viel Muster, das habe ich mir direkt gedacht, braucht dieses Garn nicht, also begann ich mit einem einfachen Tuch kraus rechts mit Zunahmen am Rand und in der Mitte. Aber kraus rechts sah nicht gut aus. Also, alles wieder aufgeribbelt und neu begonnen.
Dieses Mal habe ich mich an die Anleitung vom "Rosty - On the Moors witsh Jane Eyre" von Tanya Willis Anderson angelehnt. Ich habe die Zunahmen am Rand und in der Mitte analog gemacht und auch am Ende das Lochmuster. Allerdings habe ich mehr Wiederholungen von Sektion 1 gemacht, als vorgesehen.
Das führte dazu, dass mir am Ende das Garn für 3 Reihen fehlte. Aber das fällt hier nicht wirklich auf.
Das Tuch ist mit seinen 300 g noch ziemlich leicht, sehr flauschig und doch ziemlich groß. Mir gefällt es gut, eben weil hier alleine die Farbe und Bouclé-Flausch-Struktur des Garns wirken kann.
Dazu war es in den Schnee-Wochen auch noch besonders schön warm am Hals. Daher habe ich es auch bisher nicht schön fotografieren können - es wurde getragen.
Nun war ich am Wochenende wieder in Mamas Garten und habe dort die Buchsbäume verziert, da die Sonne so toll draufschien.
In der prallen Sonne wirkt das rot allerdings deutlich greller, als in der Realität, da ist es doch eher so Terracotta-rot, wie auf dem Bild mit den Knäulen.
Freitag, 27. Februar 2026
🧦 Nadelhexen-Kalender - Februar 🧦
So, direkt am Anfang des Monats habe ich bereits das Paar Februar-Socken aus der Nadelhexen-Mappe angeschlagen. Das Muster nennt sich February Lady Sock und ist von Kate Atherley.Da ich auch diese Socken für mich machen wollte und die Anleitung für nur 56 Maschen (oder Maschenzahl teilbar durch 7 - was aber dann mit der Ferse blöd aufzuteilen ist, wenn ich 63 oder sogar 70 Maschen nehme), habe ich mich entschieden, auch wieder dickeres Garn zu nutzen.
Den 2. Socken habe ich nach Karneval mit in den Spanien-Urlaub genommen und dort angefangen und auch in der Woche fast fertigbekommen.
Donnerstag, 29. Januar 2026
🧦 Nadelhexen-Kalender - Januar 🧦
Ich habe für meine Strickfreundinnen, die "Nadelhexen", als Weihnachtsgeschenk einen Tischkalender mit 12 verschiedenen Sockenmustern, jeweils mit Bezug zum entsprechenden Monat, als kleine Mappe zusammengestellt und daraus habe ich jetzt natürlich das erste Muster, die "Januarsocken" von Claudia Tietze, gestrickt. Die anderen Damen wollen, so wie es die Zeit zulässt, ebenfalls Monatsweise die Muster nachstricken - so haben wir bei jedem Stricktreff etwas zum Anschauen. Jeder strickt ja andere Farben und es ist erstaunlich, wie unterschiedlich die Muster dann immer wirken.
Damit mir bei diesem Paar die Maschenzahl von 60 Maschen, wie sie hier für Größe 39 angegeben ist, auch passt (ich habe Größe 44 und dicke Füße), habe ich das Ganze einfach mit 6fach-Sockengarn Lana Grossa Meilenweit Merino 6-fach Special in Farbe 9305 - hellblau meliert - und Nadelstärke 2,75mm gestrickt. So passen sie für mich genau.Ein großer Vorteil davon ist, dass es deutlich schneller geht. Den ersten Socken hatte ich nach 2 Schneetagen fertig. Beim zweiten dauerte es etwas länger, weil ich zwischendurch 3 andere Paare angeschlagen und weitergestrickt habe.
Die weiteren Monate werden (hoffentlich) folgen.
Sonntag, 25. Januar 2026
Vorsatz 2025: Es geht an die Reste - Partnersocken aus den Tuchresten
Zugegeben, so richtige Resteverwertung ist das eigentlich nicht, da ich von den 4 gekauften Knäulen noch 1,9 Knäule übrig hatte. Aber es ist eben doch der Rest...
Jetzt zum eigentlichen Projekt, bzw. den Projekten.
Das "Ur-Projekt" war ja der lilafarbene Lille Kolding für meine Tochter. Da sie eben auf Lila steht, habe ich sie gefragt, ob ich ihr von der übrigen Wolle noch Handschuhe oder Socken machen soll. Handschuhe wollte sie eher nicht, lieber Socken.
Außerdem wollte ich gerne für ihren Lebensgefährten Socken machen. Dieser konnte sich aber so gar nicht für eine Farbe entscheiden, so hat meine Tochter entschieden, dass es Partnersocken in Lila geben soll. Er wird die Socken eh nur zu Hause oder mal im Urlaub tragen.
Somit habe ich aus den 1,9 Rest-Knäulen ein Paar Socken in Größe 45 und ein Paar in Größe 41 gestrickt.

Für das große Paar habe ich dann beim 2. Socken das Garn soweit abgewickelt, dass am Fuß ebenfalls dieser sehr helle Abschnitt auftauchen würde - ich habe mich aber um ein paar cm verguckt, das stört den jungen Mann aber nicht. Als Muster habe ich hier die "Hedgeros Socks" von Jane Cochran ausgesucht. Die Wolle schluckt ziemlich viel Muster, da war dieses einfache re-li-Muster ausreichend. Der Schaft bleibt elastisch und weitet sich nicht zu sehr.
Ein sehr fernseh- und Stricktreff-taugliches Muster. Diese Socken habe ich überwiegend im Weihnachtsurlaub und bei Stricktreffen gestrickt, daher haben sie bis ins Jahr 2026 gebraucht, um fertig zu werden. Macht aber nichts.
Freitag, 16. Januar 2026
Resteverwertung der feinen Art: Andromedanebel
Vom Lille Kolding aus der Gomitolo Sole waren ja noch über 140 g Garn übrig. Zu schade, um es liegenzulassen.
Meiner Mutter gefiel die Farbe und das Garn sehr gut, allerdings mag sie keine allzu großen Tücher. Einen Mini-Lille-Kolding wollte ich aber auch nicht stricken.
Beim Stöbern auf ravelry fand ich dann den "Andromedanebel" von Anniyas Verstricktes.
Dieser schien wie gemacht für das Garn.
Einmal angeschlagen habe ich festgestellt, dass die Anleitung dem Kolding doch ähnelt und das gefiel mir gut. Die Form würde allerdings eher einem Schal ähneln. Genau das mag meine Mutter, denn sie trägt sie eher locker um den Hals und da würde eine lange Dreiecks-Spitze stören.
So habe ich dann bis genau zur Hälfte des Garns die Zunahmen gestrickt und dann nach Anleitung auch die gegengleichen Abnahmen. Ich konnte mir erst nicht vorstellen, dass diese den Zunahmen mit ihrem kleinen Loch ähneln. Aber es war so und gefällt mir final wirklich gut. Gespannt kommt das Muster in diesem nur 146g leichten Schal sehr gut zur Geltung. Zum Fotografieren musste auf Grund des nassen Wetters die überdachte Terrasse mit ihren Pflanzen und Deko-Teilen bei meiner Mutter herhalten.
Und wieder ungeplant eingeschoben.... und dann gleich doppelt
Da kam eine meiner Strickfreundinnen eines Tages, und fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, mit ihr zusammen den "Lille Kolding" von Chris Berlin zu stricken. Naja, kurz überlegt ... und JAAA, ich hatte Lust. Den original Kolding fand ich ja damals auch schon schön, aber er war mir einfach zu gross und hatte für mich nicht die richtige Form. Diese kleine Version sprach mich aber sofort an.




Und kaum hatte ich mir die Anleitung gekauft und durch die Projekte anderer Strickerinnen gestöbert, war mir auch klar, welches Garn ich nehme.... nein, welche Garne ich nehmen könnte.... ich konnte mich dann gar nicht entscheiden, ob ich Gedifra Lana Mia in Farbe 954 (lila) oder Gimitolo Sole in Farbe 912 (hell-petrol) nehmen soll.
Was war die Lösung? Beide Farben anschlagen und loslegen. Für die Lila Variante hat sich dann auch schnell meine Tochter begeistert, Petrol sollte in jedem Fall für mich sein, und so ging es flott parallel voran.
Beide Modelle habe ich ziemlich groß gemacht, wie es in der Anleitung als Beispiel auch beschrieben wird.
Relativ schnell wuchsen beide Koldings vor sich hin.
Beim bunten Schaf hing gefühlt an jedem 3. Stand und auch um etliche Schultern mindestens 1 Modell aus diversen Garnen und Mischungen.

Das erste Modell in Lila ist gestrickt mit 3,5 mm Nadeln aus Gedifra Lana Mia One 4 Two. Eigentlich eine Sockenwolle, aber kuschelig weich und als Patent verstrickt gefühlt sehr flauschig. Das Tuch habe ich in Teil 1 bis auf 55 Maschen breit gestrickt. Dadurch ergibt sich eine finale Größe von etwa 230 cm Breite und 60 cm Tiefe. Zum Fototermin durfte es eine Statue in Leverkusen, nahe eines stillgelegten Bahnhofes an einem leider trockenen Springbrunnen verzieren.
Modell 2 ist für mich, gestrickt ebenfalls mit 3,5 mm Nadeln aus der Gomitolo Sole. Hier wirkt das Tuch ganz anders, eher luftig sommerlich, was nur durch das Garn kommt. Teils beinhaltet es glänzende Abschnitte, teils matte Stellen, auch die Garndicke variiert ein wenig. Trotzdem ist es ziemlich warm und auch groß genug, um es schön um den Hals zu schmiegen.
Samstag, 20. Dezember 2025
Hitofude - von Euphorie, Knoten im Kopf bis zum Yeah-Gefühl
Mit Hilfe der Freundin habe ich dann die Berechnung für die anzuschlagende Maschenzahl gemacht und dann ging's los.
Endlos lange Reihen (hier dachte ich schon, uff, das dauert aber.... da habe ich noch nicht ans Ende gedacht), die aber mit dem kurzweiligen Lochmuster Spaß gemacht haben, bis die Ärmel fertig waren... und dann kam das Problem.
Ich habe trotz x-facher Versuche und Rechnerei nicht verstanden, wie ich weiterstricken musste. Irgendwann hab ich dann erstmal alles in die Tüte und in die Ecke gefeuert. Corona-geschuldet hat es fast 2 Jahre gedauert, bis ich mit der Freundin dann endlich zusammen erarbeitet habe, wie ich weitermachen muss. Zwischendurch hatte ich bei unseren Treffen einfach mehr Frust als Lust, und sie musste sich auch erst wieder eindenken.
Dann aber hat sie mir nur ganz kurz erklärt, wie ich nach den Ärmeln die Runden (da hat mein Kopf vorher ausgesetzt - RUNDEN? Bei einer JACKE?) stricken musste, um den Kragen und den Streifen im Rücken hinzubekommen, und ich hab mir die Hand vor den Kopf geschlagen - wie einfach das eigentlich ist, und ich hatte einfach nur einen riesen Knoten im Kopf. Also dann endlich vom Arm zum Kragen und zum Körper-Teil weiter und schon fluppte es wieder.
Zuerst musste ich dann, nach der Kragen- und Rückenrippe zwar wieder endlos viel rumrechnen.....selber schuld, wenn man ein Garn nimmt, was eben anders ist, als das Original, und dann auch noch eine größere Größe braucht... schließlich hatte ich aber eine Riesentabelle, in der am Ende die Maschenzahlen für Zunahmen, Aufteilungen für Vorne und Hinten, sowie die Stellen für die Maschenmarkierer standen. Und dann war es einfach toll, die Jacke wachsen zu sehen. Meine Riesen-Tabelle ging gottseidank auf und passte auch!
Am Ende wurden die Reihen verdammt lang - über 1500 Maschen - und dauerten dann schon mal ca. 30 Minuten, bis ich drüber war. So habe ich an manchen Abenden gerade mal 4 Reihen geschafft, oder auch weniger.
ABER: Alles hat einmal ein Ende - und wenn es die Wolle ist..... Als noch ca. 50 g übrig waren, habe ich dann mit dem 1re-1li-Rippenbündchen angefangen, hiervon 8 Reihen gestrickt und dann locker, aber nicht labberig, abgekettet (ein gefühlt endloser Akt).
Danach konnte ich mich dann daran machen, die Ärmel zu verschließen und die Fäden zu vernähen - viele waren es ja nicht, da ich mit 2 dicken, 330g-Knäulen gearbeitet habe. Das war ein großer Vorteil!
Gelegenheiten, die Jacke anzuziehen werde ich aber wohl nicht allzuviele haben - noch dazu muss ich ehrlich zugeben: Schlank macht sie nicht gerade. Mit dem Kombinieren tue ich mich auch etwas schwer - ich habe eine tolle weiße Bluse mit besonderem Kragen, die trage ich gerne darunter. Was mir am wenigsten gefällt, ist dass sie vorne immer so auseinandergeht. Mit einer Nadel oder Spange schließen ist nicht wirklich eine Lösung, mache ich aber ab und an.
Es ist eher eine Jacke für mal einen Geburtstag oder ein Essen, denn warm ist sie auch nicht - aber die wenigen Male, wo ich sie bisher an hatte, bekam ich doch immerhin viele Komplimente. Also, so schlecht kann sie nicht aussehen 😉
Diese Fotos der fertigen Jacke habe ich am Torhaus am Möhnesee an einer Statue gemacht - allerdings kommt sie nicht ganz so zur Geltung. Ich wollte immer noch weitere Bilder machen, dies ist aber an Zeitmangel gescheitert, somit belasse ich es jetzt bei der "behüteten und bejackten Statue".
Sonntag, 14. Dezember 2025
Sommertuch - Oceanblue
Kurz nach meinem Urlaub auf der griechischen Insel Zakynthos habe ich in meinem Fundus dieses Meeresfarbene Knäul Garn gefunden und mir gedacht, das wäre genau richtig für ein leichtes Sommertuch. Ich weiß von diesem Knäul noch nicht mal genau, wo es herstammt. Könnte ein Geschenk aus einem holländischen Wollgeschäft in Maasbracht sein, denn die führen diese Sorte. Das Garn ist von Lang Yarns und nennt sich "Bloom", Farbe 1010 Anemone.
Die Anleitung "Easy goes it" von Finicky Creations bietet einen Wechsel aus Rippen, glatten Flächen und luftigem Lochmuster. Das Tuch ist nicht sehr tief und man kann es stricken, bis das Garn aufgebraucht ist.
Aus 100 g Garn entstand ein fast 1,80 m breites, aber nur 40 cm tiefes lockeres Tuch.
Allerdings habe ich ein wenig mit der Anleitung gekämpft. Irgendwann hat sie für mich keinen logischen Sinn mehr ergeben und die Abschnitte mit Rippen und Lochmuster wurden zwar beschrieben, aber wieviele Reihen man im Verlauf des Tuches machen sollte, war irgendwie undurchsichtig. Die Lochmuster-Streifen werden breiter, je größer das Tuch wird. Aber WIEVIEL BREITER?
Ich habe dann nach Augenmaß einfach weitergestrickt, wie ich meinte, dass es gut aussieht und mir gedacht, weiß ja keiner und gefällt mir so vom Ergebnis her auch.
Allerdings stelle ich nun, nachdem es fertig ist, fest, dass es mir an MIR nicht so gut gefällt, wie gedacht. Dazu sieht man das Grün in der Spitze doch zu sehr. Ich mag nun mal überhaupt kein Grün, bzw. es steht mir einfach nicht. Das hübsche Türkis in der Mitte wirkt durch das grün irgendwie weniger hübsch. Also habe ich es zuerst einmal in meiner "fertig zum Abgeben"-Box gelagert, bis ich überlegt habe, wem es gefallen und stehen könnte.
Zu Nikolaus hat sich dann auch eine Trägerin gefunden, die es mag und der es auch steht. Somit habe ich es gerne verschenkt und freue mich, wenn meine Strickarbeit ausgeführt wird.
Sonntag, 30. November 2025
Vorsatz 2025: Es geht an die Reste - Sternkissenparade für Jacquelines Basar
Die ersten 2 Sternkissen nach der Anleitung von Gudrun Ohle aus den kunterbunten Sockenwollresten waren Ostergeschenke für die 2 Töchter meiner Freundin. Die Mitglieder der Familie waren begeistert von den Kissen. Daher mache ich gerne noch ein paar davon für den guten Zweck, nämlich den Adventsbasar der Kirchengemeinde in Köln Hohlweide.
Jedes Kissen für sich ist ein absolutes Unikat. Kunterbunt und fröhlich. Ich hoffe, sie kommen bei den Besuchern und Käufern auch gut an.
Kissen 1: fertiggestellt im Mai aus etwa 90 g Sockenwollresten und 200 g Füllwatte.
50 Jahre und ein bisschen "Swirl"
Im Urlaub auf der Durchreise durch Clermont-Ferrand in Frankreich bin ich durch Zufall in der nähe der schwarzen Kathedrale auf den schönen Woll-Laden "Les Tricopines" gestoßen.

Hier habe ich ausgiebig gestöbert, mit der Inhaberin gefachsimpelt und mich dann für ein wunderschönes Knäul Lang Yarns Mille Colori Socks & Lace Luxe entschieden.
Bei dem Farbton und dem Verlauf habe ich direkt an meine Schwägerin gedacht, die diese Farben mag und mir vorgestellt, dass es wunderbare Handstulpen ergeben würde. Diese wollte ich dann auch bis zu ihrem Geburtstag Ende November fertighaben.
Wieder zu Hause angekommen habe ich dann nach einem passenden Muster gesucht und bin auf die "Swirl" von Judit Solans gestoßen. Sie passten von der Garnstärke, waren nicht zu weit und bringen den langen Farbverlauf gut zur Geltung.
Zwar musste ich beim 2. Stulpen sehr viel Garn abwickeln, damit ich wieder beim dunkelbraun landete, aber das fand ich nicht schlimm. Den Rest kann ich sicher ebenso weiterverwenden, vielleicht für ein zweites Paar Stulpen. Von dieser Art Flauschgarn habe ich noch andere Sorten, wenn auch ohne Glitzer. Kombinieren läßt sich das sicher irgendwie.
Beim Muster habe ich einen halben Mustersatz mehr gestrickt, da sie mir sonst bis zum Daumenansatz zu kurz erschienen. Bei der Anprobe passten sie haargenau und gefielen auch sehr gut!










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