Montag, 23. März 2026

H&H 2026 - spontaner Besuch

Ich habe länger überlegt, ob ich dieses Jahr zur Messe nach Köln fahren soll. Nach einer sehr arbeitsreichen Woche habe ich mich aber am Freitag morgen spontan entschieden, doch loszufahren. Ich habe ja nur einen kurzen Weg von etwa 40 Minuten dahin.

Also wurde noch schnell morgens ein Ticket gekauft, damit kann ich auch die Bahn dorthin nutzen und auf ging es. Aber ehrlich: 28 Euro Eintritt, dafür dass man dort eigentlich als Händler noch Geld lassen soll, ist schon heftig. Kann aber sein, dass die Woll-Geschäfte-Inhaber natürlich Karten von ihren Lieferanten günstiger beziehen können, das weiß ich nicht. Ich hab schon geschluckt bei dem Preis. Ich selber kann ja da nichts kaufen, sondern nur Gespräche führen, Kontakte knüpfen und viel sehen, mich inspirieren lassen und mit vielen neuen Eindrücken nach Hause fahren.

Auch dieses Mal waren natürlich viele namhafte Wollhersteller vor Ort. Diese waren auch meist gut besucht und es wurden sichtbar fleißig Geschäfte getätigt. Kleinere, unbekanntere, auch viele ausländische Hersteller mit durchaus ansprechenden Ständen waren deutlich weniger belagert, auch wenn es sich sicher gelohnt hätte. Aber da ich keine Geschäftsfrau bin, kann ich das natürlich nicht wirklich gut beurteilen.

Ich habe mich darauf beschränkt, mir die schönen Modelle an den Ständen anzusehen, und wo es möglich war, auch Infos mitzunehmen. Ab und an gab es kleine Geschenke in Form von Anleitungen, Stoffbeuteln, Stiften oder ähnlichem. 

Natürlich habe ich mir auch die Fashionshow der Initiative Handarbeit angesehen. Hier wurden viele Modelle von Lana Grossa, Lang, Wool Addicts, Gründl, Rico und Katia gezeigt. Wie immer sehr sehenswert. Die Modelle hingen natürlich auch an den Ständen, aber live sehen sie doch immer noch schöner aus. Die Models haben alles jedenfalls sehr schön lebendig präsentiert.

Außerdem konnte ich interessante Initiativen kennenlernen, in deren Arbeit ich mich noch weiter einlesen werde. Zum Einen war das "Space Lama", die das Motto "Stricken gegen Gewalt" vorgestellt haben. Dort engagiert man sich für den Schutz von Frauen und Kindern u.a. vor sexuellen Übergriffen. Toller Einsatz und wie gesagt, ich werde mich da mal einlesen.

Zum zweiten "Knitagain - Stricken mit Einschränkungen", auch da werde ich mich einlesen, da dort eine Community entstanden ist, an der man teilhaben kann. Dazu gibts auch noch die Platform "Patterny" mit vielen Anleitungen zum Stricken und Häkeln. Sie befindet sich aber noch im Aufbau.

Alles in allem hatte ich aber das Gefühl, dass es weniger Aussteller sind als noch einige Jahre zuvor, da gab es meine ich, noch 3 Etagen der Halle mit Ausstellern. Dieses Mal gan es "nur" 2 Etagen. Früher waren auch die Aktions-Bühne und die Creativ-Zone nicht mitten in der Halle, sondern in den Flurbereichen davor, das ist aber schon viele Jahre her. Somit kann das also aber auch täuschen. Zugegeben, habe ich viele Stände auch weniger beachtet - ich konzentriere mich eben hauptsächlich auf alles, was mit Wolle, Stricken und auch Kreuzstich zu tun hat, weniger auf die vielen tollen Aussteller, die wunderschöne Stoffe verkaufen, oder auch Nähmaschinen, die schon technische Wunderwerke sind. Davon habe ich leider so gar keine Ahnung und werde das Nähen auch nicht mehr lernen.

Um hier nicht endlos viele Bilder einzubauen, habe ich 2 Diashows erstellt.

  



Samstag, 21. März 2026

🧦 Nadelhexen-Kalender - März 🧦

Auch im Monat März habe ich die Socken aus unserem Strickfrauen-Kalender gemacht - diesmal aus vielen uni-Resten und Anthrazit als Basisfarbe. So schön diese Socken ja sind, so lästig war doch das Vernähen der gefühlten 1000 Fäden. Aber es hat sich gelohnt.

Ich habe hier, da ich bei Colourwork immer Angst habe, sie könnten zu eng werden, 70 Maschen angeschlagen und das Muster entsprechend häufig in der Runde gestrickt - nämlich 14 Mal. Aber so bekomme auch ich sie über meine Ferse. Auch die geringe Schaftlänge war absichtlich so gewählt, da ich das dann einfacher anzuziehen finde.

Das Muster ist das "Crocus - an easter egg" von Kamilla. Auf Grund des kleinen Rapportes über nur 5 Maschen läßt es sich sehr gut auf alle Größen anpassen. 

Verwendet habe ich als Basisfarbe die Vielseitige von Ferner in Anthrazit, dazu pro Streifen etwa 2 g in diversen Farben von Resten von Gründl Four Seasons Hot Socks Faschion (limette), Gründl Four Seasons (hellgrau), Gründl Hot Socks uni (weiß), Regia Summerpoint (pink), Vendita (rosa und türkis), Vielseitige von Ferner (gelb).

Insgesamt wiegen diese Socken etwa 78 Gramm, gestrickt sind sie mit 2,25mm Nadeln.

Sonntag, 1. März 2026

Das "Opfer der Augen"- Tuch mit Springwolle....

Eigentlich bin ich im November in den Action-Markt gefahren, weil ich Kleinkram zum Basteln und für den Haushalt brauchte - eigentlich.... aber da der Markt auch Strick- und Häkelgarne im Sortiment hat, kann ich natürlich nicht anders, als auch dort zu gucken. Das mache ich eigentlich immer, aber bis her habe ich selten von dort etwas mitgenommen, weil entweder nichts dabei war, was mir 100% gefiel, es zu wenige Knäule gab oder ich einfach nichts damit anfangen konnte (ich häkele nicht, dafür gibt es aber mehr als genug Material). Viele der dort vorrätigen Knäule sind aus aus Baumwolle oder sogar aus Polyacryl, was ich nur bedingt mag und verstricke. 

Dieses Mal wurden meine Augen aber Opfer eines flauschigen  Garns namens Wavy Dots. Aber auch nur, weil es genau meine Farbe hatte - verschiedene Rot-Töne mit etwas lila drin, und besonders verspielt, weiße Spcckels, wie bei Tweed- oder Bouclé-Garnen.

Also habe ich nicht lange überlegt und mir 6x50 g davon mitgenommen. Es ist zwar auch ein reines Acryl-Garn, aber der Flausch und die weißen Bouclé-Stippen wirkten so schön und frisch, dass ich nicht anders konnte. 

Jetzt ging aber die Suche nach einer passenden Anleitung los. Viel Muster, das habe ich mir direkt gedacht, braucht dieses Garn nicht, also begann ich mit einem einfachen Tuch kraus rechts mit Zunahmen am Rand und in der Mitte. Aber kraus rechts sah nicht gut aus. Also, alles wieder aufgeribbelt und neu begonnen.

Dieses Mal habe ich mich an die Anleitung vom "Rosty - On the Moors witsh Jane Eyre" von Tanya Willis Anderson angelehnt. Ich habe die Zunahmen am Rand und in der Mitte analog gemacht und auch am Ende das Lochmuster. Allerdings habe ich mehr Wiederholungen von Sektion 1 gemacht, als vorgesehen. 

Das führte dazu, dass mir am Ende das Garn für 3 Reihen fehlte. Aber das fällt hier nicht wirklich auf.

Das Tuch ist mit seinen 300 g noch ziemlich leicht, sehr flauschig und doch ziemlich groß. Mir gefällt es gut, eben weil hier alleine die Farbe und Bouclé-Flausch-Struktur des Garns wirken kann.

Dazu war es in den Schnee-Wochen auch noch besonders schön warm am Hals. Daher habe ich es auch bisher nicht schön fotografieren können - es wurde getragen.

Nun war ich am Wochenende wieder in Mamas Garten und habe dort die Buchsbäume verziert, da die Sonne so toll draufschien.

In der prallen Sonne wirkt das rot allerdings deutlich greller, als in der Realität, da ist es doch eher so Terracotta-rot, wie auf dem Bild mit den Knäulen.