Freitag, 16. Januar 2026

Resteverwertung der feinen Art: Andromedanebel




Vom Lille Kolding aus der Gomitolo Sole waren ja noch über 140 g Garn übrig. Zu schade, um es liegenzulassen.

Meiner Mutter gefiel die Farbe und das Garn sehr gut, allerdings mag sie keine allzu großen Tücher. Einen Mini-Lille-Kolding wollte ich aber auch nicht stricken.

Beim Stöbern auf ravelry fand ich dann den "Andromedanebel" von Anniyas Verstricktes.

Dieser schien wie gemacht für das Garn.

Einmal angeschlagen habe ich festgestellt, dass die Anleitung dem Kolding doch ähnelt und das gefiel mir gut. Die Form würde allerdings eher einem Schal ähneln. Genau das mag meine Mutter, denn sie trägt sie eher locker um den Hals und da würde eine lange Dreiecks-Spitze stören.


So habe ich dann bis genau zur Hälfte des Garns die Zunahmen gestrickt und dann nach Anleitung auch die gegengleichen Abnahmen. Ich konnte mir erst nicht vorstellen, dass diese den Zunahmen mit ihrem kleinen Loch ähneln. Aber es war so und gefällt mir final wirklich gut. Gespannt kommt das Muster in diesem nur 146g leichten Schal sehr gut zur Geltung. Zum Fotografieren musste auf Grund des nassen Wetters die überdachte Terrasse mit ihren Pflanzen und Deko-Teilen bei meiner Mutter herhalten.

Und wieder ungeplant eingeschoben.... und dann gleich doppelt

Da kam eine meiner Strickfreundinnen eines Tages, und fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, mit ihr zusammen den "Lille Kolding" von Chris Berlin zu stricken. Naja, kurz überlegt ... und JAAA, ich hatte Lust. Den original Kolding fand ich ja damals auch schon schön, aber er war mir einfach zu gross und hatte für mich nicht die richtige Form. Diese kleine Version sprach mich aber sofort an.



Und kaum hatte ich mir die Anleitung gekauft und durch die Projekte anderer Strickerinnen gestöbert, war mir auch klar, welches Garn ich nehme.... nein, welche Garne ich nehmen könnte.... ich konnte mich dann gar nicht entscheiden, ob ich Gedifra Lana Mia in Farbe 954 (lila) oder Gimitolo Sole in Farbe 912 (hell-petrol) nehmen soll. 

Was war die Lösung? Beide Farben anschlagen und loslegen. Für die Lila Variante hat sich dann auch schnell meine Tochter begeistert, Petrol sollte in jedem Fall für mich sein, und so ging es flott parallel voran.

Beide Modelle habe ich ziemlich groß gemacht, wie es in der Anleitung als Beispiel auch beschrieben wird. 

Relativ schnell wuchsen beide Koldings vor sich hin.

Beim bunten Schaf hing gefühlt an jedem 3. Stand und auch um etliche Schultern mindestens 1 Modell aus diversen Garnen und Mischungen. 

 
Die Ergebnisse sind auf Grund der völlig unterschiedlichen Garnstruktur aus sehr unterschiedlich.



Das erste Modell in Lila ist gestrickt mit 3,5 mm Nadeln aus Gedifra Lana Mia One 4 Two. Eigentlich eine Sockenwolle, aber kuschelig weich und als Patent verstrickt gefühlt sehr flauschig. 


Das Tuch habe ich in Teil 1 bis auf 55 Maschen breit gestrickt. Dadurch ergibt sich eine finale Größe von etwa 230 cm Breite und 60 cm Tiefe. Zum Fototermin durfte es eine Statue in Leverkusen, nahe eines stillgelegten Bahnhofes an einem leider trockenen Springbrunnen verzieren.





Verbraucht habe ich etwa 230 g. 



Da ich aber über 400 g davon hatte, werden noch 2 Paar Socken daraus entstehen - als Partnersocken für die Tochter und den Freund. Dazu bin ich aber noch auf Mustersuche, denn besonders gut kommen Sockenmuster bei dem Garn nicht heraus.
  




Modell 2 ist für mich, gestrickt ebenfalls mit 3,5 mm Nadeln aus der Gomitolo Sole. Hier wirkt das Tuch ganz anders, eher luftig sommerlich, was nur durch das Garn kommt. Teils beinhaltet es glänzende Abschnitte, teils matte Stellen, auch die Garndicke variiert ein wenig. Trotzdem ist es ziemlich warm und auch groß genug, um es schön um den Hals zu schmiegen. 
Auf den Spannmatten sah es jedenfalls schon ziemlich gut aus.

Hier habe ich etwa 254 g verbraucht. Somit kann ich von dem Rest (etwa 146 g) noch ein weiteres, kleineres Tuch stricken. Dies wird dann der Andromedanebel für meine Mutter sein. Davon berichte ich in einem separaten Post. 

Momentan ist allerdings das Wetter und das Licht draußen so schlecht, dass ich kaum eine Chance habe, das Tuch irgendwo schön in Szene zu setzen. Und wenn mal die Sonne schein, sitze ich im Büro.
Also habe ich es auf meinem Sofa fotografiert und auch mit der Photoroom-App bearbeitet.
Vielleicht ergibt sich im Frühling nochmal eine Gelegenheit und Location, um es abzulichten. Dann werde ich die Fotos hier noch einfügen.