Dienstag, 16. August 2022

Quarantäne-Beschäftigung: Ich habe die ersten Probefärbungen im Miniglas gestartet!

Nachdem ich mir auf dem Kielgeholt-Festival einen Strang natur-Merino-Garn zum Färben beim Stand der Webetante mitgenommen hatte, habe ich nun endlich mal mit kleinen Portionen angefangen, meine Solarfärbung auszutesten.

Zuerst habe ich dafür je ca. 2 g vom Garn abgewickelt (mehr gehen nicht in meine Mini-Testgläser)

Diese habe ich dann in Wasser mit einem Schuss Essigessenz für einige Minuten eingeweicht und dann ausgedrückt. Anschließend habe ich zuerst etwas von den Pflanzenteilen ins Glas gesteckt, darauf eine Prise Alaun-Salz, dann kunstvoll das Woll-Strängchen darauf drapiert und nochmal mit Pflanzenteilen und Alaun abgeschlossen. Die Lücken habe ich mit heißem Wasser aufgegossen und das Gläschen gut verschlossen und kopfüber auf einem Teller nach draußen in die Sonne gestellt.

Beginn 12.07.2022: - bei der Zwiebel tut sich sehr schnell was, bereits nach 2h war etwas Verfärbung in Wasser und Wolle zu erkennen. Jetzt brauche ich viel Geduld. 2-3 Wochen soll das erstmal stehen bleiben.

13.07.2022: Glas 4 und 5 wurden heute angesetzt. Dabei habe ich eine Überraschung erlebt. In Glas 4 habe ich unten eine Taglilien-Blüte, dann Wolle, dann wieder eine Blüte und zwischendrin immer etwas Alaunpulver gegeben. Als sich die Essigwasser-getränkte Wolle und die Blüte berührten (GELB ORANGE!) wurde die Lösung in Sekundenschnelle dunkel-LILA. Bein Auffüllen mit heißem Wasser wurde das noch klarer sichtbar. Erstaunlich.

Der Rainfarn wurde auch sehr schnell leicht gelb. Eine sehr schöne Farbe - obwohl ich kein Gelb-Fan bin, aber dieses Gelb ist dezent, pastellig.    

Über die nächsten 2 5 Wochen wurden die Farben teils intensiver, teils aber auch eher bräunlich - die Azalee und die Zwiebel wurden leider nicht so, wie die Pflanzenteile es erhoffen ließ, dafür sehen aber Akkelei, Lilie und Rainfarn umso besser aus. Dann war der Tag gekommen, an dem ich die Gläschen geöffnet und die Wolle rausgeholt habe. 

27.07.2022: ich habe die Wolle ausgepackt und noch 2 Minuten in die Mikrowelle gepackt. Danach gut ausgewaschen und getrocknet. Manches ist eher blass und dezent, aber das Gelb ist eine Wucht. 



  Glas 1: 2,2 g Wolle, 5 Blüten pinkfarbene Azalee 

 Glas 2: 2.2 g Wolle, 5 Blüten dunkellila Akkelei

  Glas 3: 2.1 g Wolle, einige Blätter rote Zwiebelschale

 Glas 4: 2,1 g Wolle, 2 orange-gelbe Blüten einer Taglilien

  Glas 5: 2,1 g Wolle, einige Blütenköpfe gelber Rainfarn

Montag, 30. Mai 2022

Wollendingen - kleines Wollparadies in Vlodrop 🐑


Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich es endlich geschafft habe, dieses Wollgeschäft zu besuchen. Dies liegt daran, dass ich meist zu Zeiten in der Nähe war, wo leider bereits geschlossen ist, am frühen Abend oder Sonntags - aber.... kürzlich hat es sich endlich ergeben, dass ich am frühen Nachmittag hingehen konnte.

Allein schon das Lastenfahrrad mit dem Laden-Logo von "Wollendingen" wirkt herrlich einladend und so findet man es auch sehr gut. Parken vor der Tür - ebenfalls kein Problem, direkt auf dem Marktplatz.






NATÜRLICH bin ich auch fündig geworden und habe bei meinem ersten Besuch 2x schöne Sockenwolle in unseren Lieblingsfarben blau-türkis gefunden.

Außerdem hab ich mir dort die passende Wolle (Lana Grossa Ecopuno) für meine Tuscha1-#Forest-Variation in Grau und Petrol mitgenommen.

So kam man ins Gespräch und Jenny fand diese Stola so schön, dass ich ihr den Link zur Anleitung per Mail habe zukommen lassen.

Kaum 3 Wochen später bekam ich von ihr eine nette Mail, dass sie ihre Stola bereits fast fertig habe, wobei ich erst die Hälfte geschafft hatte. Ich habe meine allerdings auch etwas vergrößert und variiert.

Dies nahm ich zum Anlass, noch mal zu ihr zu fahren und neugierig zu gucken. 

Jenny hatte die Stola ebenfalls aus Ecopuno gestrickt, dabei die Farben lindgrün und tannengrün gewählt. Es sah sehr schön aus! Die Farben harmonieren sehr gut mit den kleinen Blattmotiven.


                     
Beim 2. Besuch konnte ich dann auch ein paar nette Bilder vom Laden und vom Umfeld machen. Ein Besuch in diesem kleinen, gut sortierten Laden mit guter Beratung lohnt sich in jedem Fall.

Im Geschäft gibt es auch viele Modelle zum Staunen und Ideen holen - man findet eigentlich immer was.

Im Angebot sind ein umfassendes Sortiment an Lana Grossa-Garnen, dazu aber auch Opal und Scheepjes. Außerdem natürlich viele Anleitungen, Zubehör und kleine Nettigkeiten und Geschenkideen. 

Es lohnt sich, hier vorbeizuschauen und ich werde das sicher noch öfter machen. 

Montag, 16. Mai 2022

🍫 🐄 🐮 2 Wilde Milkas 🐮 🐄 🍫








An dieser handgefärbten Sockenwolle, gefärbt auf Merino High Twist von Zitron, konnte ich nicht vorbei - Milka-Farben lila-weiß-braun und noch dazu die Chance, dass sie wildern - die musste ich haben.

Bei Bojos Wolletraum auf Facebook gab es sie zu sehen und zu kaufen - und schwupps - waren 2 Stränge bei mir - einen davon hatte ich direkt für meine Tochter auserkoren, sie steht total auf Milka. 

Dann aber kamen die "Probleme"..... Egal, was ich probiert habe, es wollte nicht wildern, sondern immer ringeln.

- 60 / 64 / 68 Maschen mit Nadeln 2.25 mm - kein Erfolg

- 60 / 64 / 68 Maschen mit Nadeln 2.5 mm - kein Erfolg

- 60 / 64  Maschen mit Nadeln 2.75 mm - kein Erfolg, und viel zu lockeres Maschenbild


Dann, bei 68 Maschen und Nadeln 2.75 mm stellte sich das Wildern ein, aber die Socken waren dadurch zu groß und das Maschenbild eben auch sehr locker. Also keine Option.

Ich habe dann die Musterbücher gewälzt und nach Mustern  mit über 70 Maschen gesucht. Dazu sollte es nicht allzu viel Muster geben, aber auch nicht unbedingt glatt rechts.         

                                   


Schließlich bin ich bei "It's Tea Time" von Stephanie van der Linden gelandet - das Bündchen mit 68 Maschen hat noch nicht richtig gewildert, aber der Schaft mit 74 Maschen war dann schon ziemlich gut!

Nach der Ferse habe ich dann mit 72 Maschen weiter gestrickt - und es hat perfekt funktioniert - ENDLICH. 

Interessant ist auch, wie unterschiedlich der rechte und der linke Strumpf geworden sind - trotz vermeintlich gleichem Anfang. Genau das finde ich bei handgefärbten Garnsträngen immer so interessant - 2x gleich - gibts nicht - und braucht es auch nicht.

Es hat sehr viel Spaß gemacht, sie zu stricken und ich war ruckzuck fertig - sie werden zu Ostern für das Tochterkind versteckt 🐰


  
Beim 2. Paar wusste ich ja nun, wie viele Maschen ich brauche, also direkt  ans Werk mit dem Muster "Summit Socks" von Robin Sample, was über 72 Maschen geht. Das Wildern hat auch sofort geklappt. Diese Socken in Gr. 43 bleiben bei mir 🥰.


Die tollen lila Clematis-Blüten im Garten einer Freundin durften als Hintergrund auf die Bilder 🎕


Beide Socken haben auf Grund der vielen Maschenzahl doch recht viel Wolle "gefressen", sodass ich aus beiden Resten auch keine Restesocken mehr herausbekommen würde. Ich werde die Reste dann also in das Groß-Projekt "Autodecke aus Sockenwoll-Resten" einarbeiten. 




Dienstag, 5. April 2022

🎵🎵 Challahlalalaaahhh 🎵🎵


Das Challah-Muster von Frau Morag wollte ich eigentlich schon sehr lange mal stricken. Und ich mochte vor allem die Tweed-Optik aus der Vorlage - ich mag Tweed-Sockenwolle eh sehr gerne.

Die Türkisfarbene hier ist die Zitron Trekking Tweed (Farbe 285), die ich bereits in royal-blau verstrickt habe. Ich liebe türkis und finde, das Muster kommt hier sehr gut zur Geltung.

Ich habe hier wieder 2.25mm-Nadeln verwendet.

Diese Socken in Gr. 43 bleiben definitiv bei mir!

Montag, 4. April 2022

Ein Stern, der keinen Namen trägt ⭐️

Mal wieder ein Sternkissen...... 


Nach der Anleitung des Sternkissens von Gudrun Ohle habe ich mal wieder ein Kissen gezaubert, diesmal für unser eigenes Sofa. Ich habe vor längerer Zeit ein Knäul der Regia Pairfect, Farbe 1347 Korfu, genau dafür gekauft. Ich mag die Wolle für Socken nicht, dachte aber, statt der Ringelstreifen würde das bei eben genau diesem Sternkissen gut aussehen - und - mir gefällt es. 


Ich habe nur den bei den Socken am Schaft auftauchenden braunen Streifen rausgeschnitten, sowie natürlich den gelben Anfangsfaden weggelassen. Das hätte mich doch sehr gestört.





Montag, 31. Januar 2022

Sockshype - KAL im Januar - ich bin dabei 🧦




Ich habe zufällig diesen KAL entdeckt und mich entschlossen, dort mitzumachen! 


Alle Infos gibts hier: Sockshype-KAL 2022.


Ich habe mir für die folgende Farbkombination entschieden: Lila als  Hauptfarbe und Limette als Kontrast dazu. 

Der Anfang mit dem doppelten Faden, also daraus resultierend auch 2 Farben, ging prima und gefiel mir auch sofort. Danach dann Bündchen und der erste Farbwechsel - soweit noch nichts Neues - dann kam die Musterbordüre.     
Das Faden Hochholen mit der Häkelnadel ist  die  ersten  Male ungewohnt, geht aber  dann immer besser von der Hand. Die Spannung der Fäden hat man auch schnell gelernt. Somit war die erste Bordüre, bestehend aus den 2 Richtungen schnell fertig und bei der 2. Bordüre ging es um so schneller. Nach dem Muster habe ich, anders als in der Anleitung, aber 20 Reihen  bis zum Fersenbeginn gestrickt, sonst wäre es mir zu kurz geworden. 
 Anschließend die hier beschreibene Zunahmeferse, die ich bisher  erst einmal bei einem Paar Socken gemacht hatte. Sie ist wirklich einfach und unkompliziert. Dann kam das Schlimmste: Ein Fuß in glatt rechts. Ich mag das gar nicht. Aber als auch das geschafft war, habe ich die Farbe erneut gewechselt, um dann allerdings nicht die Bandspitze, sondern die Sternspitze, die ich immer mache, mit Limette zu stricken. Die Bandspitze gefällt mir einfach nicht.
                                                      
Nachdem nun auch alle Fäden vernäht sind, durfte das Paar nochmal schön fotografiert werden 😊.








 
Dazu habe ich sie einfach mit auf den Sonntagsspaziergang an den Rhein genommen.

Gar nicht so einfach, bei dem Wind heute beide Socken ordentlich aufs Bild zu bekommen. 
Mal schaukelte der rechte Socken rum, dann fiel der linke Socken runter..... und Sonne sollte ja auch noch dabei sein.

Hat also etwa 5-7 Versuche und ein wenig Geduld gebraucht, dann hat es geklappt. 

Montag, 3. Januar 2022

Dunkle Ringelsocken für Rita....letzte Socken 2021!


 Fotostudio "heimischer Garten" - diese Socken durften  im  winterlichen Garten im Sauerland posieren. Es handelt sich um Socken in Größe 39 mit einem Mini-Zopfmuster. Das Muster habe ich in einem Heftchen von Gründl gefunden. 



Gestrickt wurde hier wieder mit Nadfeln 2.25 mm, die Wolle ist eine Vendita-Sockenwolle in blau-grün-meliert.
Die Socken sind dann an Weihnachten an eine Freundin meiner Mutter übergeben worden.    
        

 
 

Montag, 27. Dezember 2021

Leylines in kuschelweichem weinrot


 Eine Freundin hat dieses Tuch im Sommer gestrickt, ich habe es gesehen und war direkt begeistert. So einfach und doch so wirkungsvoll durch die Zu- und Abnahmen zwischen unkomplizierten 2re-2li-Rippen. Zufällig fand ich im Wollwerk in Wermelskirchen die Poema Luxury Lines von Laines Du Nord aus kuschelweicher Merino-Wolle. Obwohl ich eigentlich eine andere Merino-Wolle für dieses Tuch vorgesehen hatte, habe ich doch diese Wolle genommen und losgelegt. Es ging auch flott von den Nadeln, da das System sich ständig wiederholt und man dabei herrlich entspannen kann. 

Das Tuch heißt "Ley Lines" und ist von Joji Locatelli entworfen worden. Bei der Poema-Wolle habe ich Nadeln in 3,5mm benutzt.


Als ich bei etwa 2/3 Des Garne angekommen war, habe ich mit der Abnahmekante begonnen. Die 2/3-Angabe hatte ich irgendwo gelesen, leider stand dazu nichts in der Anleitung. Am Ende blieben noch etwa 40 Gramm Garn übrig. Irgendwie einerseits ärgerlich, denn damit hätte ich das Tuch auch noch etwas größer machen können, andererseits hab ich mich dann dzu entschieden, passende Handschuhe oder Stulpen zu machen. Ein Muster hab ich auch bereits gefunden. Es werden die "Alder Fingerless Mitts" von Agnes Zombory.


Dienstag, 2. November 2021

"Abbau"-Socken mit Saisonrückblick


     

 
So, die Campingsaison 2021 ist zu Ende, dazu gab's das letzte Sockenpaar  des Sommers, welches ich noch am beinahe komplett winterfest gemachten Wohnwagen fotografiert habe. 
Diese Socken sind mit dem Muster 7265 Estense Socken vom Regia Design Team gestrickt, die Wolle ist die About Berlin (Lana Grossa) Yak Salt in weinrot - besonders warm mit 15% Yak-Wolle. Gestrickt, wie immer, mit 2.25mm-Nadeln

 



Es war eine Saison, wie wir sie definitiv nicht noch einmal brauchen. Corona kannten wir ja schon aus dem letzten Jahr, damit konnten wir umgehen. Hochwasser im Winter - ist auf unserem Platz auch normal, daher ist ja auch am 1.11. eines jeden Jahres Saisonschluss und der Platz wird von allen Campern geräumt.

Leider meinte es der Wettergott in diesem Jahr gar nicht gut mit uns und bescherte uns vom 15.-18 Juli etwa 3 m Hochwasser auf dem Platz. Dies führte zu einem völlig übereilten Abbau am Mittwoch abend, dem notdürftigen Verstauen der Vorzelt-Utensilien in einem Anhänger und das Wegschleppen des Wagens vom Platz. 








Wir hatten teils Glück, teils Pech. Unser Wohnwagen hat am höchsten Punkt des Platzes gestanden und ist somit unversehrt geblieben. Der Materialanhänger stand aber auf einem der unteren Parkplätze und ist mehr als die Hälfte im dreckig-braunen Wasser verschwunden, mit allem, was wir darin gelagert hatten. Gottseidank ist er nicht auch noch abgetrieben. Nach einigen vielen Stunden Arbeit, mit viel Wasser und Kärcher-Einsatz haben wir es aber geschafft, unseren Platz und wenige Teile vom Zubehör wieder nutzbar zu machen. 



Insgesamt sind auf dem gesamten Platz 54 Fahrzeuge (Wohnwagen, Anhänger, PKW, Wohnmobile) abgesoffen. Die Meisten sind damit unrettbar zerstört. Dazu ist der Verlust von etlichen Miet-Chalets zu beklagen, die zwar auf Höhe der Rezeption standen, aber trotzdem noch innen Kniehoch geflutet waren.  


Zurück blieben danach unter Anderem viel  angeschwemmter Müll und Treibgut im Hafenbecken am Campingsteg, Zentimeterdicker getrockneter Schlamm auf allen gepflasterten Flächen, unterspülte Stellplätze, ein geflutetes Sanitärgebäude und viele unglückliche Leute, die ihre stinkenden, feuchten Wohnwagen abschreiben konnten und dann auf die Suche nach neuen rollenden Heimen gehen mussten. Die meisten hatten allerdings schnell Ersatz gefunden und waren nach einem Monat wieder vor Ort. Doch die Stimmung war nicht wie vorher. Etliche haben die restliche Saison eher behelfsmäßig ohne oder mit kleinerem Vorzelt zu Ende gebracht. 

Alles in Allem für die Camper, PKW-Besitzer und den Platzbetreiber ein Millionenschaden. 

NEIN, sowas braucht kein Mensch - Gottseidank ist hier kein Mensch verletzt oder getötet worden, anders als in anderen, deutschen Hochwassergebieten.